Legionellen im Trinkwasser bekämpfen

Grenzwerte, Untersuchungspflichten und wirksame Verfahren – und warum Legionellen (z. B. Legionella pneumophila) nur dort verschwinden, wo auch der Biofilm bekämpft wird.

Legionellen, Pseudomonaden und andere pathogene Keime siedeln sich in Biofilmen an, die von wasserstoffperoxidhaltigen Mitteln kaum bekämpft werden. Mit dem Wirkstoff Chlordioxid dringt biostream® ZERO bis tief in den Biofilm vor und tötet die Keime zuverlässig ab.

Was sind Legionellen – und ab wann sind sie gefährlich?

Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen und sich bei Temperaturen zwischen etwa 25 °C und 45 °C stark vermehren. Gefährlich werden sie, wenn sie als feiner Wassernebel (Aerosol) eingeatmet werden – etwa beim Duschen. Dann können sie die Legionärskrankheit auslösen, eine schwere Lungenentzündung, oder das milder verlaufende Pontiac-Fieber.

Grenzwert: Der technische Maßnahmenwert liegt bei 100 KBE/100 ml

Nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist der technische Maßnahmenwert bei einer Konzentration von 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) je 100 ml erreicht. Was dann zu tun ist, richtet sich nach dem Ausmaß:

  • ab 100 KBE/100 ml: Der Maßnahmenwert ist erreicht – Ursachenermittlung, Gefährdungsanalyse und Abhilfemaßnahmen sind erforderlich.
  • über 10.000 KBE/100 ml: Es sind Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr vorgesehen, etwa ein Duschverbot oder der Einsatz endständiger Filter.

Wer muss sein Trinkwasser auf Legionellen untersuchen lassen?

Untersuchungspflichtig sind Betreiber von Trinkwasseranlagen, bei denen eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung vorhanden ist, Duschen oder andere aerosolerzeugende Einrichtungen betrieben werden und das Wasser gewerblich oder öffentlich abgegeben wird. Ein- und Zweifamilienhäuser sind ausgenommen. Die Intervalle:

  • Öffentliche Tätigkeit (z. B. Kliniken, Schulen, Sporthallen): mindestens jährlich
  • Gewerbliche Tätigkeit (z. B. Vermietung, Hotels): mindestens alle drei Jahre
  • Mobile und zeitweilige Anlagen: Häufigkeit legt das Gesundheitsamt fest

Welche Verfahren helfen gegen Legionellen?

In der Praxis kommen drei Ansätze infrage – mit unterschiedlichen Stärken und Grenzen:

VerfahrenWirkprinzipGrenzen
Thermische Desinfektion Eine sichere Abtötung erfolgt bei mindestens 70 °C und einer Einwirkdauer von mindestens drei Minuten. Energieintensiv; nicht jede Anlage erreicht die Temperatur an jeder Entnahmestelle; Verbrühungsgefahr; wirkt kaum in Totleitungen.
UV-Bestrahlung Inaktiviert Keime im vorbeifließenden Wasser am Einbauort. Keine Tiefenwirkung im Leitungsnetz, keine Depotwirkung – der Biofilm bleibt unberührt.
Chemische Desinfektion mit Chlordioxid Oxidiert die Zellbestandteile der Keime und durchdringt die Schleimschicht des Biofilms, in der Legionellen sitzen. Erfordert korrekte Dosierung nach Trinkwasserverordnung; Anwendung in Trinkwasserinstallationen durch Fachbetriebe.

Quellen: Trinkwasserverordnung (TrinkwV); Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung der TrinkwV.

Warum Legionellen im Biofilm überleben

Der Biofilm schützt die Legionellen vor der Wirkung herkömmlicher Desinfektionsmittel – so können sie sich weiter vermehren. Wie Biofilme entstehen und aufgebaut sind, erklären wir ausführlich unter Biofilme bekämpfen.

Entstehung und Abbau von Biofilmen in Trinkwasserleitungen

Legionellen stellen ein wasserhygienisches Problem dar, welches oftmals unterschätzt wird. Sie siedeln sich in den sogenannten Biofilmen an, die von z. B. wasserstoffperoxidhaltigen Desinfektionsmitteln nur schlecht bis gar nicht bekämpft werden können. Auch Chlor hat eine weniger starke Desinfektionskraft als der in unseren Produkten vorhandene Wirkstoff Chlordioxid.

Zur Bekämpfung des Biofilms samt der darin enthaltenen Legionellen, Pseudomonaden und anderer pathogener Keime stellt biostream® ZERO mit dem Wirkstoff Chlordioxid eine der wirksamsten Methoden dar, die im Trinkwasser zur Bekämpfung von Viren und Bakterien eingesetzt werden können.

Biofilm-Infoblatt herunterladen

Hinweis: Weit verbreitet sind Produkte, die den Wirkstoff Wasserstoffperoxid enthalten. Bei Wasserstoffperoxid ist laut aktueller Trinkwasserverordnung (UBA-Liste) als Verwendungszweck nur die Oxidation genannt, nicht jedoch die Desinfektion.

Chlordioxid durchdringt den Biofilm

Die chemische Beschaffenheit des Wirkstoffs macht den Unterschied.

Als im Wasser gelöstes Gas vermag Chlordioxid die Schutzschichten schleimbildender Mikroorganismen zu durchdringen, um die Legionellen, Pseudomonaden und andere pathogene Keime abzutöten. Dieses führt zur Wachstumshemmung des Biofilms und entfernt sogar bereits aufgewachsene Biofilme. Außerdem ist eine Wirksamkeit im Gasraum gegeben. Somit werden effektiv Viren und Bakterien bekämpft.

Nachgewiesene Wirksamkeit
99,9 %

In 1.620 Einzeltests der Leibniz-Universität Hannover gegenüber trinkwassertypischen Keimen – bei nur 5 Minuten Einwirkzeit.

Wirkstärke
25×

stärker als Wasserstoffperoxid – gemäß DVGW-Arbeitsblatt W291 für die gleiche Desinfektionswirkung.

Bakterienabstrich auf Agar-Platte (Petrischale)

Ursache Biofilm

Eine nachhaltige Bekämpfung von Legionellen und Pseudomonas in Trinkwasser-Systemen ist nur im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Biofilms in den Leitungen möglich. Erst wenn der Biofilm als Nährgrundlage beseitigt ist, können aktiv pathogene Keime und Bakterien beseitigt werden.

Wir empfehlen bei bereits vorhandenen Biofilmen eine Grundsanitation des Leitungssystems durch eine Stoß- bzw. Standdesinfektion. Hierbei wird der aktive Wirkstoff Chlordioxid in einer höheren Dosierung in das Leitungssystem eingebracht. Nach einer leitungsabhängigen Einwirkzeit wird das komplette Leitungssystem durchgespült, um den gelösten Biofilm zu entfernen.

Nach dieser Grundsanitation empfehlen wir eine regelmäßige Desinfektion mit Chlordioxid. So wird ein erneutes Aufwachsen des Biofilms verhindert und Legionellen, Pseudomonaden und andere pathogene Keime werden im Vorfeld wirksam bekämpft. Sprechen Sie uns an – wir haben die für Sie passende Lösung!

Beratung anfragen

Ihre Vorteile

  • Einsatzbereit innerhalb von nur 3 Stunden
  • Wirksam über den gesamten Trinkwasser-pH-Bereich
  • Geeignet für Alu-Tanks
  • Nochmals geringere Chloratbildung als die Vorgängerversion
  • 25-fach stärker als Wasserstoffperoxid (gem. DVGW-Arbeitsblatt W291)
  • Hochwirksam gegen Pseudomonas aeruginosa (Pseudomonaden), Escherichia coli (E. coli) und coliforme Bakterien sowie Legionellen / Legionella pneumophila
  • Ohne Schwermetalle (Silber, Kupfer)
  • Keine Keimresistenz-Bildung bekannt

Unsere Zulassungen & Normen

  • Euro-Norm DIN EN 12671 „Chlordioxid“
  • EU-Trinkwasserverordnung
  • Konform Artikel 95 (2) (EU) Nr. 528/2012 / Biozidrichtlinie
  • DVGW Arbeitsblatt W291 – zugelassen zur Desinfektion von Wasserverteilungsanlagen
  • Richtlinie Nr. 5 des AK der Küstenländer für Schiffshygiene
  • DVGW Arbeitsblatt W224 – Dosierung einer vor Ort hergestellten Chlordioxidlösung
  • DIN 2001-2:2009-04 – Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen
  • Wirkstoff von der US-EPA (Environmental Protection Agency) zur Trinkwasser-Desinfektion zugelassen; in Wasserwerken bereits seit Mitte der 1950er-Jahre im Einsatz

Wirkt Chlordioxid gegen Legionellen?

Ja. In 1.620 Einzeltests der Leibniz-Universität Hannover (Institut für Lebensmittelwissenschaft und Ökotrophologie, Leitung Dr. rer. nat. H.-D. Werlein) wurde für biostream® ZERO eine Wirksamkeit von 99,9 % gegenüber im Trinkwasser vorkommenden Keimen nachgewiesen – bei nur 5 Minuten Einwirkzeit, auch gegen Legionella pneumophila.

Warum reicht es nicht, nur das Wasser zu desinfizieren?

Weil Legionellen im Biofilm sitzen – einer Schleimschicht an Rohrwänden, in Warmwasserspeichern und Totleitungen. Dort sind sie vor vielen Desinfektionsmitteln geschützt und vermehren sich weiter. Chlordioxid durchdringt diese Schleimschicht und bekämpft die Keime an ihrer Quelle, statt nur das durchfließende Wasser zu behandeln.

Wissenschaftlich bestätigte Wirksamkeit

Unabhängige Untersuchungen und jahrzehntelange Praxis belegen die Leistung gegen Legionellen und Biofilme.

Dr. rer. nat. H.-D. Werlein, Leibniz-Universität Hannover

Leibniz-Universität Hannover bestätigt Wirksamkeit

Eine von der biostream® GmbH beauftragte Untersuchung des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Ökotrophologie der Leibniz-Universität Hannover (Leitung Dr. rer. nat. H.-D. Werlein) bestätigt in 1.620 Einzeltests eine Wirksamkeit von 99,9 % des Produktes biostream® ZERO gegenüber im Trinkwasser vorkommenden Keimen – bei Einwirkzeiten von nur 5 Minuten.

Die biostream®-Produkte werden seit 2001 erfolgreich zur Desinfektion in Schienenfahrzeugen und auf Schiffen, in zahlreichen Krankenhäusern und Kliniken sowie von namhaften Getränkeherstellern in der Praxis eingesetzt.

Biofilm-Untersuchung der Universität Hannover

Legionellen und Biofilme nachhaltig bekämpfen

Legionellen (z. B. Legionella pneumophila) stellen ein wasserhygienisches Problem dar, welches oftmals unterschätzt wird. Sie sind außerdem Auslöser der Legionärskrankheit (Legionellose).

Die biostream®-Produkte sind laut aktueller Trinkwasserverordnung als Desinfektionsmittel für Trinkwasser zugelassen und entsprechen den aktuellen Anforderungen der Biozid-Richtlinie.

Wasserstoffperoxid und silberhaltige Mittel sind keine Alternative

Die biostream®-Produkte ZERO und asepticaPRO entsprechen der DIN 2001-2:2009-04 (Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen) und sind über den gesamten Trinkwasser-pH-Bereich wirksam. Wasserstoffperoxid wird in der DIN nicht als Desinfektionsmittel genannt – auch in der aktuellen UBA-Liste des Umweltbundesamtes wird Wasserstoffperoxid nur als Oxidationsmittel, nicht jedoch als Desinfektionsmittel geführt.

Schauen Sie auf das Etikett des von Ihnen derzeit verwendeten Desinfektionsmittels: Wenn Sie dort Wasserstoffperoxid als Wirkstoff finden, dann nutzen Sie nach Angaben des Umweltbundesamtes kein Desinfektionsmittel, sondern ein Oxidationsmittel, welches nach DVGW-Arbeitsblatt W291 25-fach stärker dosiert werden muss, um die gleiche Wirksamkeit zu erreichen wie der Wirkstoff in den biostream®-Produkten.

Und falls Ihr Produkt zusätzlich noch Silber enthält: Silber ist ebenfalls nicht als Desinfektions-, sondern nur als Konservierungsmittel genannt. In der DIN findet sich dazu die Anmerkung: „Nur im Ausnahmefall bei Lagerung von Trinkwasser ohne Verbrauch über eine längere Zeitspanne. Die Konservierung ersetzt nicht eine erforderliche Desinfektion von nicht einwandfreiem Trinkwasser.“

Kriterium biostream® ZERO
(Chlordioxid)
Wasserstoff­peroxid Silber
Als Desinfektionsmittel gelistet (DIN 2001-2 / UBA) Ja Nein – nur Oxidationsmittel Nein – nur Konservierung
Wirksam über den gesamten Trinkwasser-pH-Bereich Ja eingeschränkt
Dosierbedarf für gleiche Wirksamkeit 25× (DVGW W291)
Wirkung in Biofilmen & gegen Legionellen stark schwach schwach
Frei von Schwermetallen Ja Ja Nein – enthält Silber

Fakten, die für uns sprechen

Mit den biostream®-Konzentraten auf Basis von Chlordioxid haben Sie die Möglichkeit, Trinkwassertanks, trinkwasserführende Leitungen und Trinkwassersprudler-Flaschen zuverlässig zu desinfizieren. Benutzen Sie den Wirkstoff der Wasserwerke ohne teuren Technikaufwand.

Der aktive Wirkstoff in den biostream®-Produkten (Chlordioxid) wird bereits seit Mitte der 1950er-Jahre zur Desinfektion von Trinkwasser in Wasserwerken genutzt. Zur Herstellung werden dort aufwendige und teure Anlagen eingesetzt, die jetzt nicht mehr nötig sind. Stellen Sie das effektive Chlordioxid ganz einfach selbst her und profitieren Sie von der perfekten Wirksamkeit gegen E. coli, Pseudomonaden und Legionellen.

Desinfizieren Sie gesetzeskonform Trinkwasserleitungen, Schankanlagen und Tanks in Wohnmobilen, Campingfahrzeugen und auf Booten und Jachten. Keimfreies Trink- oder Prozesswasser für Industrie und Handel lässt sich mit den Konzentraten der biostream® GmbH problemlos umsetzen – sprechen Sie uns an. Unsere Produkte sind ebenfalls geeignet zur Desinfektion von Trinkwasser in Krisenzeiten, zur Notfallvorsorge bei Blackout, Stromausfall und anderen Katastrophenfällen.

biostream® ZERO, TRAVEL und asepticaPRO in verschiedenen Gebindegrößen

Vom Kleingebinde bis zum Tankwagen – Sie haben die Wahl!

Unsere Kunden bekämpfen Biofilme, Viren und Bakterien in ganz unterschiedlichen Einsatzszenarien: Der Zahnarzt sorgt sich um seine Behandlungseinheit, der Yachtbesitzer oder Camper kümmert sich um die perfekte Hygiene seines Wassertanks. Aber auch in der Industrie werden unsere Produkte zur Bekämpfung von Legionellen und E. coli eingesetzt.

Die biostream®-Produkte gibt es in verschiedenen Gebindegrößen und Verpackungen – wir liefern so individuell wie nötig. So gibt es das biostream® asepticaPRO in kleinen 10-ml-Fläschchen, die nur wenig Stauraum benötigen und ideal für Reisen und Outdoor-Expeditionen geeignet sind. Sämtliche biostream®-Produkte sind laut aktueller Trinkwasserverordnung als Desinfektionsmittel für Trinkwasser zugelassen und entsprechen Artikel 95 (2) der Biozidverordnung (EU) Nr. 528/2012.

asepticaPRO entdecken Grundlagenwissen (PDF)

Europäische Chemikalienagentur (ECHA) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Sämtliche Aussagen zur Wirksamkeit beziehen sich auf die langjährige Erfahrung der biostream® GmbH, auf Angaben aus der Fachliteratur, Gesetzen, Regelwerken und auf positive Kundenreferenzen.